Tritium H3 Uhren Technologie

H3 Technologie

In den SWISS TIMER Uhren ist die innovative Beleuchtungstechnologie trigalight® des schweizer Herstellers mb microtec ag verbaut. Die Beleuchtungstechnologie nennt SWISS TIMER H3-GTLS. GTLS bedeutet "Gaseous Tritium Light Sources". Umgangssprachlich spricht man jedoch vereinfacht von H3 Uhren oder Tritium H3 Uhren.

Zur Geschichte der heute bekannten Tritium H3 Uhr

In der Uhrenbranche setzte sich in den Jahren von den 60er bis 90er Jahren das Tritium als Aktivator durch, da es die niedrigste Radiotoxizität aller Isotope besitzt. Tritium ist ein künstlich erzeugtes, schweres Wasserstoff-Isotop, welches mit einer Halbwertszeit von 12,32 Jahren in das Heliumisotop 3He zerfällt. Nach dieser Zeit hat sich die Hälfte des Tritium in Helium verwandelt. Um das Tritiumgas und das Zinksulfid verbinden zu können, wird Tritium in einen Kunststoff gebunden, mit dem dann die Zinksulfid-Pigmente beschichtet werden können. Solche Farben kommen heute jedoch nicht mehr zum Einsatz.

Die Anregung von Zinksulfid durch Tritium geschieht auch in Tritium-Gaslichtquellen (Abk.: GTLS - Gaseous Tritium Light Sources). Dieses spektakuläre Leuchtsystem wird von der schweizer Firma mb-microtec ag in Niederwangen bei Bern angeboten und vertrieben, die diese Technologie entwickelt hat.
Das Unternehmen fertig diese GTLS in luftdicht verschlossenen Röhrchen aus Mineralglas, die auf der Innenseite mit einem Leuchtstoff beschichtet und mit gasförmigen Tritium gefüllt sind. Mit Hilfe eines speziell entwickelten Präzisionslasers werden die Glasröhrchen abgeschmolzen und luftdicht versiegelt. Die vom Tritiumgas emittierten Elektronen aktivieren den Leuchtstoff permanent. GTLS sind selbstleuchtend! Die Glashohlkörper werden in verschiedenen Formen nach Kundenwunsch hergestellt.

Für die Uhrenindustrie können Röhrchen mit einem halben Millimeter Durchmesser gefertigt werden. Die kleinsten GTLS Röhrchen sind nur 1,2 Millimeter lang. Im Übrigen wird diese Beleuchtungstechnologie auch in den Uhren der US Armee, die sich auch auf die permanente Leuchtkraft der GTLS verlässt, eingesetzt. SWISS TIMER garantiert die Leuchtkraft der Tritium H3 Leuchteinheiten (GTLS) für 10 Jahre. Aus eigener Erfahrung kann man jedoch sagen, dass das Leuchten mehr als 20 Jahre anhält.

Ist die Tritium H3 Beleuchtung heller als andere Leuchtstoffe?

In der Leuchtkraft übertrifft es andere Leuchtstoffe in der Uhrenindustrie. GTLS strahlt in seiner Helligkeit nahezu 100 mal stärker als herkömmliche Leuchtfarben.

Vergleich zwischen GTLS und Superluminova

Superluminova ist ein nachleuchtener Stoff auf Basis von Erdalkali-Aluminaten und übertrifft GTLS zunächst in der Lichtintensität. Dieses ledigliche Nachleuchten lässt jedoch mit der Zeit rasch und kontinuierlich nach. Nach 5 oder 10 Minuten erscheint GTLS heller als Superluminova.

Sind Tritium H3 Uhren durch ihre Radioaktivität gefährlich?

GTLS wird durch das radioaktive Tritium aktiviert. Die Röhrchen haben jedoch gegenüber Tritium-aktivierter Leuchtfarbe den entscheidenen Vorteil, dass die Radioaktivität von Tritium als kleines Gasvolumen zum Einsatz kommt, welches in dem Glasröhrchen hermetisch abgeriegelt und eingeschlossen ist. Daher nimmt der Träger einer Uhr mit Tritium H3 Beleuchtung mit H3-Technologie keine Radioaktivität auf.

"Im sehr unwahrscheinlichen Fall, dass Uhr und Röhrchen zerbrechen und alles Tritium gleichzeitig vom Körper aufgenommen würde, ist die Strahlenbelastung tausendmal unter dem Wert der natürlichen Strahlung und entspricht der Radioaktivität, die man beim täglichen Verzehr einer Banane zu sich nimmt", erklärt Sandra Schneider, CEO der mb-microtec ag.

Die Tritium-aktivierte Leuchtfarbe geriet Ende der 1980er Jahre in Verruf. Damals wurde Tritium-aktiviertes Zinksulfid noch mit einem Pinsel oder mit einem Druckluftstift direkt auf das Zifferblatt aufgetragen. Diese Technik wird heutzutage nicht mehr angewendet, da diese nicht mehr den aktuellen Sicherheitsstandards entspricht.

Tritium H3 Uhren sind ungefährlich!